1926 – 1933

Es begann im Jahre 1926 als beim Mutterverein RV Vorwärts langsam der Platz knapp wurde. Auslöser war der enorme Aufschwung, den der Rudersport insbesondere in Arbeiterkreisen erlangte. Bisher war dieser Sport doch eher der besseren Gesellschaft vorbehalten, die dem verstärkten Auftauchen der Rot-Weißen Kappen sehr argwöhnisch gegenüberstand. Galt doch die Ruderverbandsvorschrift, dass keine Ruderer an Regatten teilnehmen durften, die ihr Brot mit der Hände Arbeit verdienten.

Es begann die Suche nach einem Ausweichquartier. Glückliche Umstände verschlugen die Altvorderen ins „Märkische“. Eine alte Brennerei zur Terpentinerzeugung bot vorzügliche Gegebenheiten. Die Holzdestillationsanlage des Major Hagen war wirtschaftlich ein Fiasko. Er hätte vielleicht besser Schnaps brennen sollen! Ein Bootsschuppen war vorhanden und weitere Baulichkeiten konnten auch übernommen werden.

Dieses Sommerquartier in Klein Köris wurde sodann für Training und Urlaub besonders für die Jugend des Vereins zum festen Anlaufpunkt. Der Erwerb des Geländes vollzog sich mit größten finanziellen und bürokratischen Schwierigkeiten. Der Preußische Amtsschimmel war schon damals überall und insbesondere auch in Wendisch Buchholz sehr stark vertreten. Aber auch diese Hürden wurden gemeistert. Es begann ein emsiges Werkeln, was bis heute nicht beendet werden wollte. Die Landgewinnung, ein bis in diese Tage praktiziertes Unterfangen, konnte durch Berliner Unterstützung sehr vorangebracht werden, ein Prahm mit Sand, Schutt und Geröll vom Berliner Bahn Bau lief im Moddergraben auf Grund. Der Inhalt wurde umgehend mit vielen Schubkarrenfahrten in den Verein verbracht und verarbeitet.

1933 – 1945

Die Machtergreifung Hitlers machte dem RV Vorwärts enorme Schwierigkeiten. Nur mit geschickten Winkelzügen konnte eine Enteignung und Zerschlagung verhindert werden. Das Gelände in Klein Köris wurde durch die Bau und Erwerbsgenossenschaft vom RV Vorwärts erworben. Glücklicherweise waren die Tage Hitlers aber gezählt. Das Kriegsende bot auch in Klein Köris die Möglichkeit eines Neuanfangs.

1945 – 1962

In der ersten Zeit noch eher eine Gartensparte mit Blick aufs Wasser, wurde doch die Ruderei nicht verlernt. Nach der Überwindung der größten Not konnte auch über eine Wiederaufnahme des regelmäßigen Ruderbetriebes nachgedacht werden. Doch ein weiterer Rückschlag ließ nicht lange auf sich warten. Die damaligen sozialistischen Machthaber entdeckten das private Eigentum, befragten umgehend Marx und Lenin und übertrugen es kurzerhand in Volkseigentum. Nur dank dem sofortigen Einschreiten der Sportler konnte die Vertreibung von unserem Gelände verhindert werden.

1962 – 1990

Es entstand 1962 Sparta Klein Köris Sektion Rudern, eine Unterabteilung der „Sparta 1921“ aus Groß Köris.

Der Rudersport nahm in den nun folgenden Jahren einen fulminanten Aufschwung. Im Kinder- und Jugendbereich konnten beachtliche Erfolge auf Kreis- und Bezirksebene erzielt werden. Gerade im Kreisvergleich mit unseren Nachbarvereinen schlugen wir uns wacker.

Federführend für diesen Erfolg war Wolfgang Weiß, unser damaliger Sektionsleiter. Aber auch viele weitere Sportkameraden hatten am Auf- und Ausbau unseres Ruderstützpunktes und dem sportlichen Erfolg ihren Anteil. Bis heute können sehr viele Köriser auf eine Rudervergangenheit in unserem Verein verweisen.

1990 – …

Ein neues Kapitel in der Vereinsgeschichte begann. Aus der SG Sparta Klein Köris Sektion Rudern entstand 1990 der Ruderverein Sparta Klein Köris e.V.